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 Zeitungsbericht 24h Team Derscheid  Link 20832 VLN Meisterschaft ADAC Meisterschaft

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VLN Langstreckenmeisterschaft 2011, Lauf 10

"Gutes Rennen, viel gelernt und umgesetzt"

 

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VLN Langstreckenmeisterschaft 2011, Lauf 4

"Rush-Hour an der Zapfsäule kostet Klassensieg"

Unter besten Voraussetzungen startete das Team Derscheid Motorsport in den vierten Lauf der Langstreckenmeisterschaft Nürburgring: Tolles Wetter, ein tadellos funktionierendes Auto und eine harmonische Crew reichten diesmal nicht aus, das Rennen zu gewinnen. Nicht die eigene Performance, sondern äußere Umstände schubsten das Team vom höchsten Podiumsplatz.

Das freie Freitagstraining im Rahmen der Langstreckenmeisterschaft Nürburgring (LMN) nutzte Derscheid Motorsport, um weiter das Fahrwerk auf die Nürburgring-Nordschleife abzustimmen. Michael Flehmer (Heiligenhaus) und Rolf Derscheid (Much) drehten zahllose Runden und konnten so die Fahrwerkseinstellung am BMW 325i verfeinern. Am Samstag zum offiziellen Zeittraining ging Michael Flehmer als erster auf die knapp 25 Kilometer lange Piste. Doch statt eine Fabelzeit zu erfahren, brach der Routinierte Rennfahrer seine Zeitenjagd ab. Grund für diese Entscheidung waren zahlreiche Unfallstellen, die Flehmer immer wieder einbremsten und ihm die Runde „versauten“. Teamchef Rolf Derscheid wartete mit seinen Trainingsrunden bis er glaubte, ein optimales Zeitfenster gefunden zu haben. Derscheids Gespür sollte Recht behalten: Sofort in seiner ersten Trainingsrunde überflügelte er alle Konkurrenten der Klasse V4 und stellte den Wagen auf Startposition eins. Wie gewohnt übernahm Flehmer den ersten Teil des auf vier Stunden angesetzten Rennens. Für den Routinier standen insgesamt 17 Runden auf dem Programm, lediglich durch einen kurzen Tankstopp unterbrochen.

 
 

Drei an einer Säule sind zwei zuviel

Beim Startduell zog Michael Flehmer diesmal den Kürzeren – die Konkurrenz überrumpelte Flehmer und verwies ihn zunächst auf Rang zwei der Klasse V4. Den Kontakt hatte er schnell wieder hergestellt, überholen konnte er den neuen Klassenprimus jedoch nicht. Es dauerte einige Runden, ehe er mit einem exzellenten Bremsmanöver am Wettbewerb vorbeiziehen konnte. Auf der Nordschleife konnte sich Flehmer immer einige Meter absetzen, auf dem Grand Prix-Kurs kam der Verfolger immer bedrohlich nahe. In Runde acht erschien der BMW an der Box, um Kraftstoff zu fassen, der Vorsprung betrug dabei zehn Sekunden. Der guten Mechaniker-Leistung ist es zu verdanken, dass Flehmer auf Rang eins liegend das Rennen wieder aufnehmen und sich weiter vom Wettbewerb absetzen konnte. Neun Runden später stand der Boxenstopp mit Fahrerwechsel auf dem Programm. Drei weitere Teams waren mit ähnlicher Strategie unterwegs und wollten zum gleichen Zeitpunkt wie das Team Derscheid tanken. Vor der Zapfsäule entstand ein echtes Chaos: Mechaniker wechselten Reifen und Fahrer die Plätze, dazwischen Tankwarte und Teamchefs, die versuchten, mit lauter Stimme das Tohuwabohu zu entwirren und für Ordnung zu sorgen. Am Ende verlor das Team Derscheid auf diese Weise einen Platz und Teamchef Rolf Derscheid nahm auf Rang zwei liegend das Rennen auf. Trotz aller Anstrengung konnte Derscheid den Rückstand von 20 Sekunden nicht mehr rausholen, und so beendete der BMW 325i als Zweiter das vierte Rennen der VLN.

Das nächste Rennen startet am 11. Juni 2011, die Renndistanz beträgt vier Stunden.

Text und Foto: Redaktionsbüro Meuren


Stimmen nach dem Rennen

Rolf Derscheid, Teamchef und Fahrer
„Trotz guter Leistung des gesamten Teams haben wir das Rennen nicht gewonnen. Schuld daran war das Chaos an der Zapfsäule – unser Boxenstopp dauerte dadurch extrem lange. Michael hat einen lupenreinen Stint geliefert und einen ordentlichen Vorsprung raus gefahren, was uns am Ende nichts genutzt hat. In meinem Turn war ich stets so schnell wie die Konkurrenz. Nur mit übermäßigem Einsatz wäre ein Angriff auf Position eins möglich gewesen. Die Gefahr dabei, einen „Abflug“ zu riskieren, war ungleich höher. Ich habe mich entschieden, den zweiten Platz zu sichern.

Michael Flehmer, Fahrer BMW 325i
„Es waren viele Fahrer unterwegs, die für das anstehende 24h-Rennen trainierten, was einige brenzlige Situationen mit sich brachte. Alles in allem hatte ich ein spannendes Rennen und konnte stets mit den anderen Teams mithalten. Für mich wie auch für das gesamte Team war es enorm wichtig, den zweiten Platz aus eigener Kraft und ohne Schaden eingefahren zu haben.“

 

VLN Langstreckenmeisterschaft 2011, Lauf 3

"Höchstleistung in und am Auto"

Binnen zwei Wochen hat das Team Derscheid Motorsport alle Unfallschäden am BMW 325i beseitigt und erneut ein absolut konkurrenzfähiges Auto auf die Beine gestellt. Wie gut der Wagen funktionierte, zeigte das Team beim 6h-Rennen am vergangenen Wochenende: Den „holprigen“ Weg zum Podium schaffte das Team nur dank seiner geschlossenen Leistung.

Schon beim offiziellen Zeittraining zum 6h-Rennen der Langstreckenmeisterschaft Nürburgring (VLN) am vergangenen Samstag zeigte das Team Derscheid Motorsport, dass auch an diesem Wochenende mit ihm zu rechnen war. Die ersten Trainingsrunden nahm Stammpilot Michael Flehmer (Heiligenhaus) unter die Räder des BMW 325i, der in der Klasse V4 startete. Drei Runden absolvierte er, bei denen er seine persönliche Bestzeit unterbot. Anschließend übernahm Teamchef Rolf Derscheid (Much) den Wagen für weitere drei Runden. Die Zeit von 9:59 reichte für die zweite Startposition der Klasse V4 und für den 138. Startplatz der Gesamtwertung – von fast 200 ins Training gestarteten Teams!

Michael Flehmer saß als erster im Auto, um seinen Turn von 19 Runden zu fahren. Zunächst konnte er auf dem zweiten Platz problemlos durch das typische Startgetümmel der ersten Runden fahren und sich dabei langsam aber sicher Luft nach hinten verschaffen. In seiner zweiten Rennrunde wollte er nur am Führenden dranbleiben und musste dazu ein langsameres Fahrzeug überholen, dessen Fahrer offenbar nicht wahrhaben wollte, dass es Fahrer gibt, die deutlich schneller sind. Kurzerhand fuhr der Pilot auf dem Grand Prix-Kurs auf das linke Hinterrad des Derscheid BMW.

Flehmer hatte zunächst alle Mühe den Wagen abzufangen, merkte auch gleichzeitig, dass offenbar ein Schaden an der Achsgeometrie vorlag. Flehmer entschied, keine weitere Nordschleifen-Runde zu drehen und steuerte stattdessen am Ende Grand Prix-Kurses die Boxengasse an. Teamchef Rolf Derscheid kontrollierte zusammen mit den Mechanikern den Wagen und stelle ein schiefes Hinterrad fest – in weniger als 15 Minuten vermaß die Boxencrew das Fahrwerk, stellte es entsprechend den Sollwerten ein, kontrollierte das Auto auf weitere Beschädigungen und schickte Flehmer wieder ins Rennen.

 


Ungebremster Vorwärtsdrang


Ab dann blies Flehmer zur Jagd und machte Runde für Runde Boden auf den Führenden gut. Selbst die kurzen, aber heftigen Regenschauer vermochten die Aufholjagd nicht zu stoppen. Während viele Konkurrenten beim Regen auf profilierte Reifen wechselten, blieb Flehmer mit seinen Slicks auf der Strecke und verschaffte sich so weitere Vorteile. Gleichzeitig begann der Wettbewerb mit Technikproblemen zu kämpfen und Flehmer verbesserte sich immer weiter. In der elften Runde stand der BMW 325i planmäßig an der Box, Flehmer blieb hinterm Volant sitzen, erhielt neue Reifen und der Wagen wurde voll getankt. Für weitere neun Runden setzte er seinen Angriff auf die Spitze fort, ehe er in Runde 20 den Wagen Rolf Derscheid übergab. Der Teamchef drehte elf Runden mit einem planmäßigen, kurzen Tankstopp in Runde 29. Bis dahin hatte sich das Team, dank guter Gesamtleistung, auf den dritten Platz der Klasse vorgekämpft. Auch wenn der Teamchef mit absolutem Siegeswillen unterwegs war und mit 9:56 die schnellste Rennrunde der Klasse fuhr – für den zweiten Platz reichte es leider nicht mehr. Nicht zuletzt die vielen, besonders im letzten Drittel sich häufenden Unfälle machten alle Ambitionen auf konstant gute Rundenzeiten zunichte.
 

Das nächste Rennen startet am 28. Mai 2011, die Renndistanz beträgt vier Stunden.

Text und Foto: Redaktionsbüro Meuren
 

Stimmen nach dem Rennen

Rolf Derscheid, Teamchef und Fahrer
„Das erste Rennen der Saison ohne Beulen am Auto – ich bin richtig stolz auf uns. Spaß beiseite: Michael hat den Wagen nach dem Rempler sauber abgefangen und richtig gehandelt, sofort die Box anzusteuern. Die folgende Leistung der Mechaniker ist nicht hoch genug einzustufen: In 15 Minuten ein Auto vermessen, einstellen, kontrollieren, betanken und wieder auf die Strecke zu schicken, ist eine wahnsinnig gute Leistung. Die Aufholjagd von Michael war spannender denn je, er hat alles gegeben und richtig gemacht. Mein Stint war von unzähligen, zum Teil heftigen Unfällen geprägt, bei denen ich immer wieder im Zick-Zack-Kurs durch die Trümmerfelder fahren musste. Das bremst ein und somit habe ich es nicht mehr geschafft, an den zweiten Platz zu gelangen. Dennoch dürfen wir alle berechtigt stolz auf die Leistung sein – die nur als Team so zu schaffen war.

Michael Flehmer, Fahrer BMW 325i
„Im Training konnte ich meine schnellste Rundenzeit unterbieten – das gab mir Auftrieb und Ansporn fürs Rennen. Dass ich aber schon in der zweiten Runde sprichwörtlich abgeschossen wurde, war völlig überflüssig. Aber den Jungs in der Box kann ich nicht genug danken. Sie haben immer einen erstklassigen, lupenreinen Job gemacht. Der Sieg gehört zu mehr als 50 Prozent den Mechanikern.“

 

VLN Langstreckenmeisterschaft 2011, Lauf 2

"Zweiter Platz für Team Derscheid"

Drei Wochen Pause lagen zwischen Lauf eins und zwei der Langstreckenmeisterschaft Nürburgring (VLN) - drei Wochen, in denen das Team Derscheid Motorsport (Much) alle Hände voll zu tun hatte, um den Unfallschaden am BMW 325i zu beheben. Auf aussichtsreicher Position versagte erneut die Technik des BMW und das Team entging nur knapp einem schlimmen Ende.

Die Trainingsergebnisse zeigten einmal mehr, wie groß die Leistungsdichte  der Serienwagenklassen in der Langstreckenmeisterschaft Nürburgring (VLN) sind: Nur ein Wimpernschlag trennte die ersten fünf Positionen in der Klasse V4, in der auch das Team Derscheid mit dem BMW 325i an den Start geht. Trotz des schweren Unfallschadens aus Lauf eins präsentierte sich der BMW von Derscheid in herausragender Fassung  und wurde von den Piloten Rolf Derscheid (Much) und Michael Flehmer (Heiligenhaus) auf den dritten Startplatz der Klasse pilotiert. Nach dem überragenden Trainingsergebnis hoffte das Team, dass der Wagen die lange Renndistanz von vier Stunden diesmal schadlos überstehen würde.

Getreu dem Motto „Never change a winning system“ übernahm Flehmer den Start des zweiten Laufs zur VLN und wählte bei der Anfahrt zur ersten Kurve eine andere Linie als der vor ihm liegende Konkurrent. Bereits nach wenigen Metern hatte  Flehmer Platz zwei erobert und konnte sich sofort mit dem Führenden der Klasse absetzen. Runde um Runde hing Flehmer am Heck des Erstplazierten, setzte diesen unter Druck wo immer es ging – die Möglichkeit zu überholen blieb ihm jedoch stets verwehrt. In Runde neun steuerte Flehmer die Box an, um den Wagen an seinen Teamchef zu übergeben.

 

In Rekordzeit erledigten die Mechaniker des Team Derscheid ihre Aufgaben, tankten den Wagen, reinigten die Scheiben, kontrollierten die Betriebsmittel und schickten das Fahrzeug auf Platz 2 wieder auf die Piste. Als Derscheid ins Rennen ging, ahnte er noch nicht, was ihm schon bald widerfahren sollte. Bereits nach wenigen Kilometern konnte er den Führenden überholen und belegte Platz 1 in der Klasse. Allerdings brachten viele Unfall- und Ausfallstellen, die mit gelber Flagge und Überholverbot markiert waren, Derscheid immer wieder aus seinem Rhythmus, so dass er seinen Konkurrenten nicht abschütteln konnte. In Runde 18 stand der BMW erneut und planmäßig in der Box: Teamchef Derscheid blieb angeschnallt hinterm Volant und der BMW wurde für die folgenden Runden getankt. Mittlerweile lag das Team auf Platz 1. Derscheid nahm das Rennen wieder auf, fuhr zwei Runden später die schnellste Runde des Teams und der Klasse V4 und konnte sich so von seinem Verfolger bis auf 30 Sekunden absetzen. Dann erlebte er vier Runden später den wahren „Rennsport-Supergau“. In der Anfahrt auf die schnelle Hohenrain-Schikane blieb der Bremsdruck aus. Derscheid konnte den Wagen nicht verzögern und musste mit der Handbremse die Fuhre unter Kontrolle bringen. Er drehte sich und schlug mit dem Heck in die Leitplanke ein. Der Wagen blieb fahrfähig, Derscheid wollte in die Box „rollen“ und merkte wenige Meter später, dass die Bremse vermeintlich wieder funktionierte. Er ging in die letzte Runde, als erneut die Bremse ausfiel und er im Kiesbett landete. Nachdem er rausgeschleppt wurde, wollte er die Runde fortsetzen. Im weiteren Verlauf der folgenden rund 25 Kilometer kam es wegen der langsamen Fahrt auch noch zu einer Kollision, an der niemand wirklich schuld war. Das Ergebnis jedoch war ernüchternd: Der BMW bekam einen Schlag aufs linke Vorderrad, schlug erneut in die Leitplanke ein und konnte trotzdem seine Fahrt fortsetzen. Der von Flehmer und Derscheid herausgefahrene Vorsprung auf die Verfolger war mit sieben Minuten so groß, dass das Team mit dem BMW 325i trotzdem den zweiten Platz behielt und die ersten Punkte der Saison einfahren konnte.
Das nächste Rennen startet am 13.  Mai 2011, die Renndistanz beträgt sechs Stunden
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Text und Foto: Redaktionsbüro Meuren


Stimmen nach dem Rennen

Rolf Derscheid, Teamchef und Fahrer
„Ob wir beim nächsten Rennen mit dem 325i an den Start gehen, ist sehr unwahrscheinlich, denn die Zeit bis zum kommenden Lauf ist knapp. Im Training haben wir gezeigt, dass mit uns allemal zu rechnen ist – selbst nach den schweren Schäden von Lauf eins. Mein Kompliment, meine ganze Anerkennung und mein Lob gehen an unsere Mechaniker, die weder Feierabend, noch Wochenende oder Feiertage kennen. Ohne meine Jungs hätte ich den Wagen niemals rechtzeitig hinbekommen. Jetzt gilt es, die neue mechanische  Fehlerquelle zu finden, um solche Mängel in Zukunft auszusortieren. Da das linke Vorderrad komplett voll Bremsflüssigkeit war, gehe ich von einer Undichtigkeit im Bereich der Bremszange aus. Wir sind nun zwei Mal bereits in Führung liegend ausgefallen. Aber vielleicht schaffen wir ja dann im dritten Anlauf den ersten Klassensieg für unser Auto“.

Michael Flehmer, Fahrer BMW 325i
„Das Auto war nach der Reparatur erstklassig zu fahren, allerdings brauche ich noch ein paar Runden, bis ich mich an den Wagen gewöhnt habe. Ich konnte schnell auf Platz zwei vorfahren, kam aber an den Führenden nicht wirklich ran. Schade, dass das Rennen so enden musste.“

 

VLN Langstreckenmeisterschaft 2011, Lauf 1

"Ausfall für Derscheid"

Das Team Derscheid Motorsport rund um Teamchef Rolf Derscheid startete voller Enthusiasmus in die neue Saison der Langstreckenmeisterschaft Nürburgring (VLN). Mit etlichen Neuerungen im Gepäck wollte das Team Erfahrungen sammeln. Am Ende gab es bittere Pillen.

Unter frühsommerlicher Witterung fand am vergangenen Wochenende der erste Lauf zur Langstreckenmeisterschaft Nürburgring (VLN) statt. Das Team Derscheid feierte zwei Premieren: Zum einen setzte das Team erstmalig einen BMW 325i Limousinen in der Klasse V4 ein, zum anderen wurde das erfolgreiche Auto der letzten Jahre, der BMW 318is in der Serienwagenklasse V2 eingesetzt. Auf dem „Dicken“ wechselten sich Rolf Derscheid (Much), Michael Flehmer (Heiligenhaus) und Ralph-Peter Moog (Korlingen) während des vier Stunden dauernden Langstreckenrennens auf der Kombination von GP-Strecke und ehrwürdiger Nürburgring Nordschleife ab. Flehmer ging zuerst in das 1,5-Stunden dauernde Training. Eine durch nächtlichen Nebel nasse Strecke sowie das neue Auto mahnten Flehmer zur Vorsicht: Er „rollte“ zwei Mal um den Kurs und gab den Wagen an Derscheid, der aufgrund der langsam abtrocknenden Piste deutlich schneller als Flehmer fahren konnte. Die Zeit reichte zwar für einen Startplatz im vorderen Mittelfeld, aber nicht für einen Platz ganz vorne.
Die Strecke trocknete soweit ab, sodass Ralph-Peter Moog dann mit profillosen Reifen das Training aufnehmen konnte. Auf einer fast trockenen Ideallinie und nahezu ohne Gelbphasen drehte er eine Runde, deren Zeit für Startplatz zwei reichte. Der Rückstand auf den Führenden der Klasse betrug etwas mehr als ein Wimpernschlag, der Vorsprung auf den nächsten Verfolger dafür fast 30 Sekunden.

 

Aus in Runde 15
Wie schon die letzten Jahre fuhr Flehmer den Start. Sofort begann er mit der Jagd auf den ersten Rang und lieferte sich ein spannendes Duell mit dem Führenden der Klasse V4. Flehmer machte mächtig Druck, fand jedoch kein faires Mittel, um die erste Position zu übernehmen. Hart aber fair kämpften beide zur Freude der über 20.000 Zuschauer. Flehmer steuerte planmäßig in Runde acht die Box an. Nach einem perfekten Stopp durch die eingespielte Derscheid-Boxencrew ging Ralph-Peter Moog auf die Strecke. Der Konkurrent kam eine Runde später in die Box zum Stopp. Moog auf dem Derscheid Auto übernahm nun die Führung. Auf Platz eins liegend drehte Moog seine Runden und baute den Vorsprung auf mehr als 2 Minuten aus. Im 15. Umlauf blieb plötzlich und ohne Vorankündigung im Streckenabschnitt „Kallenhardt“ der Vortrieb aus. Noch ehe Routinier Moog reagieren konnte, brach das Heck aus, der Wagen schlug zuerst vorne in die Leitplanke ein und nach einer Pirouette auch noch mit dem Heck. Die so entstandenen Schäden machten jede Weiterfahrt unmöglich, auf Rang eins liegend schied der Derscheid BMW frühzeitig aus.
Das nächste Rennen startet am 30. April 2011, die Renndistanz beträgt vier Stunden.

Text und Foto: Redaktionsbüro Meuren
 

Stimmen nach dem Rennen

Rolf Derscheid, Teamchef und Fahrer
„Mit der Performance unseres neuen Autos waren wir bis auf Kleinigkeiten sehr zufrieden. Dass wir auf Anhieb Startplatz zwei einfahren konnten, hätten wir nicht erwartet, zumal die Konkurrenz sehr stark war. Warum der Wagen plötzlich ohne Vortrieb war, gilt es in den folgenden vier Wochen bis zum nächsten Rennen zu eruieren. Überdies müssen wir die Schäden beseitigen, die schlimmer sind, als sie von außen aussahen. Wir werden einige Nächte in der Werkstatt verbringen müssen, ehe der Wagen wieder fahrbereit ist. Ich bin froh, dass Ralph-Peter Moog sich bei dem Crash nicht verletzt hat.“

Michael Flehmer, Fahrer
„An das Auto muss ich mich erst noch gewöhnen. Alles ist anders, noch sind wir keine Freunde, aber auf dem Weg dorthin. Im Rennen habe ich mir einen spannenden und fairen Kampf mit dem späteren Klassensieger geliefert. Dabei hatte ich viel Spaß und bedanke mich beim Konkurrenten für die stets faire Fahrweise. Ich hoffe, dass unser Team den Wagen bis zum kommenden Lauf wieder auf die Räder stellt.“

Ralph-Peter Moog, Fahrer
„Das Training war gut und verheißungsvoll. Ebenso meine Rennrunden: Ich kam immer besser in Schwung, konnte sogar die schnellste Rundenzeit verbuchen. Ich bin für den Unfall nicht verantwortlich – die Technik war Ursache für den Abflug, das wäre jedem anderen auch passiert. Jetzt hoffe ich, dass der Fehler gefunden und der Schaden behoben wird.“